Die Feuerwehr Westerrade hat im Jahr 2017 einen Defibrillator für die Gemeinde durch Spenden beschafft. Stationiert wurde er in der Ortsmitte im Feuerwehrhaus. Durch Absetzen eines Notrufes wird dieser für jeden zugänglich, indem das Tor der Fahrzeughalle automatisch geöffnet wird und der Defibrillator entnommen werden kann. Gleichzeit werden die Feuerwehrkameraden der Wehr Informiert und diese können bei einer Wiederbelebung unterstützen.
 
 
Demonstration des Defibrillators
 

 

Manchmal entscheiden Minuten über Leben und Tod. Wie zum Beispiel bei einem Wanderer, der in den Stubaier Alpen bewusstlos zusammenbrach, nur wenige Meter entfernt von der Regensburger Hütte. Der Hüttenwirt Thomas Eder lief sofort zu dem leblosen Mann und versetzte ihm mit einem Defibrillator Elektroschocks. Der dritte Schock konnte den Wanderer ins Leben zurückholen. So zu lesen in der Online-Ausgabe der Kronenzeitung vom 18.08.2012.

Der Wanderer hatte Herzkammerflimmern, das zum Herzstillstand und damit innerhalb weniger Minuten zum Tod führt, wenn es nicht unterbrochen wird. Wir sprechen vom plötzlichen Herztod, an dem in Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen versterben. Das sind doppelt bis dreimal soviel wie bei Verkehrsunfällen.

Wie funktioniert ein Defibrillator?

Zum Unterbrechen von Kammerflimmern und anderen lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen eignen sich Elektroschocks. Sie sorgen im Herzen zunächst einmal für Ruhe, indem sie alle Erregungen unterbrechen. Dadurch hat das Herz die Chance, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen. Und genau das macht der Defi, wie der Defibrillator im Ärztejargon heisst. Jeder hat es in Fernsehsendungen wie "Emergency Room" schon gesehen. Ein bewusstloser Patient wird rennend in die Notaufnahme gebracht. "Kein Puls, keine Atmung", rufen die Schwestern. Souverän erscheint George Clooney auf der Mattscheibe und verlangt den "Defi". Er setzt die Paddels auf dem Brustkorb des Patienten auf, ruft "Achtung Schock". Der Körper des Patienten zuckt. Kurz darauf ist er wieder wohlauf.

Voraussetzung für den Erfolg der Schockbehandlung ist der rechtzeitige Einsatz des Defibrillators. Denn mit jeder Minute, die vergeht, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um bis zu 10%. Und schon nach drei Minuten setzt ein Absterben der Gehirnzellen ein. Es kommt also auf jede Minute an. Entscheidend ist demnach, dass im entsprechenden Moment ein Defibrillator zur Hand ist und es jemanden gibt, der ihn bedienen kann.